Mein Personality Blog

Gedanken zum Jahresanfang 2021

Wer mich kennt, weiss, dass ich mitunter zu unbändigem Optimismus neige. Negativen Ereignissen und Gedanken gebe ich weniger Raum als positiven. Leide ich unter Realitätsverlust?

Nein, ich laufe nicht mit Scheuklappen durch die Welt und blende alles aus, was um mich herum geschieht. Ganz im Gegenteil.

Und gerade weil ich sehr aufmerksam wahrnehme und hinschaue, habe ich mich bewusst dafür entschieden, den positiven Dingen mehr Aufmerksamkeit zu schenken als den negativen.

Das hat etwas mit meiner Einstellung zu tun und gerade im vergangenen Jahr habe ich einmal mehr gemerkt, wie sehr mich diese positive Haltung dem Leben gegenüber prägt und trägt.

So kam es, dass ich meinen Jahresrückblick 2020, an dem ich viele Stunden, sogar Tage geschrieben hatte, gelöscht habe.

Ich möchte Dich heute an meinen Gedanken teilhaben lassen, die weniger mit Rückblick oder Jahreswechsel, sondern vielmehr mit dem Jahresanfang und dem damit verbundenen Zauber zu tun haben.

Ich möchte Dich inspirieren und „mutivieren“ und zu einem Perspektivwechsel einladen, von dem ich mir wünsche, dass er Deine Gedanken für einen Moment in eine positive Richtung lenken kann.

Eine der wirkungsvollsten und wichtigsten Hygienemaßnahmen dieser Zeit sind gute Gedanken.

Gedanken, die uns zu einer liebevollen und achtsamen Haltung uns selbst und der Welt gegenüber verhelfen.

Anstatt umfangreicher Schilderungen, was ich in 2020 alles erlebt habe, beschreibe ich Dir hier meine ganz persönlichen Erkenntnisse aus den vergangenen Monaten.

Das Jahr 2020 war toll gestartet. Ich hatte so viele Personality Fotoshootings wie noch nie vorher zum Jahresanfang.

Es waren tolle Jobs und Begegnungen mit Menschen, die alle diese eine Energie verbindet, in 2020 richtig durchzustarten.

Die neue Homepage, endlich das Herzensprojekt in die Welt tragen, endlich selbständig machen, erstmal nebenbei oder gleich in die Vollen.

Oder endlich raus aus dem Job, der Firma, wo sie schon lange unglücklich sind und sich jetzt trauen, den passenderen Arbeitgeber zu suchen. Eine Firma, für die sie gerne tätig sein werden, weil sie einen wertschätzenden Umgang und die passende und erfüllende Herausforderung finden.

Ich liebe die Menschen, mit denen ich zusammenarbeite und liebe auch deren Projekte und Ziele. Es erfüllt mich sehr, meine Kunden dabei zu unterstützen, ihrem Herzen zu folgen und ihr Leben in Einklang mit ihren Werten zu führen. Beruflich oder privat, meine Fotografie unterstützt meine Kunden dabei. Weil es bei der Personalityfotografie um viel mehr geht als um schöne Bilder. Es geht darum, meinen Kunden zu einem besseren Selbstbild zu verhelfen und damit wirksame und positive Veränderungen herbeizuführen.

März 2020, Absagen trudeln ein, Unsicherheit macht sich breit. Privatkunden überdenken ihre Investitionen genau wie Geschäftskunden.

Das fühlt sich nicht gut an. Die Aufträge, die nicht storniert sind, bekommen dadurch noch mehr Tiefe. Die Begegnungen sind umso intensiver.

Und doch gewinne ich extrem viel Zeit. Dieses Gefühl, immer gut gebucht gewesen zu sein und auch längerfristig einige schöne Aufträge planen zu dürfen, fällt nun weg.

Ich fange an, mir selbst Fragen zu stellen:

Wer bin ich denn ohne meine Aufträge?

Wer bin ich, wenn mich scheinbar gerade keiner braucht?

Bin ich ohne Leistung wertvoll?

Was passiert mit meinem Selbstwert, wenn der Kontostand sinkt?

Und wie begegne ich mir selbst, wenn meine Pläne und Erfolgsbemühen für 2020 erstmal scheinbar zusammenbrechen?

Alles Fragen, die mein Herz öffnen und auch so manchen Tränenkanal.

Die Antworten führen zwangsläufig zu persönlicher Weiterentwicklung.

Ich bin glücklich und dankbar, dass mir rechtzeitig, bevor ich in einem Loch versinke, einfällt, dass das, was ich mit meinen Personality Kunden sonst mache auch bei mir selbst funktioniert.

So kommt es, dass mein Selbstcoaching-Prozess beginnt.

Ich stelle mir Fragen, deren Antworten mein Selbstvertrauen und meine Kreativität wieder freilegen. Eine dieser Fragen lautet:

Was kann ich gerade für die Menschen tun, mit denen ich sonst in regelmässigem persönlichen Kontakt stehe?

Noch bevor ich eine Antwort auf diese Frage habe, merke ich, wie wertvoll dieses „Nichtstun“, diese gewonnene Zeit ist.

Nun habe ich vorübergehend keine Aufträge und keine nach außen sichtbare „Arbeit“, keinen „meßbaren“ Erfolg und doch fühle ich mich so lebendig und voller Energie.

So entstehen meine kleinen Facebookprojekte wie das "MUTivatiosprojekt" und das "Fotoprojekt zum Wochenmarkt".

Ideen und Projekte, die viele andere Menschen mitnehmen, inspirieren und motivieren.

Ich war ganz geflasht von so viel positivem Feedback zu den "MUTivations Interviews". Haben wir doch hier über nicht so alltägliche und auch spirituelle Themen gesprochen. Mit so viel Resonanz hätte ich niemals gerechnet und das führte zu meiner wohl wichtigsten Erkenntnis in diesem Jahr:

Ich darf einfach ich selbst sein.

Wenn ich tue, was mein Herz bewegt, kommt es bei den Menschen an.

Du kennst sicher auch dieses Gefühl, wenn Du gerade in solch positiver Hochstimmung bist und Dein Selbstwertgefühl sich ungehemmt in Dir breit machen will und plötzlich kommen solche Gedanken in Dir hoch wie:

Dir geht es wohl zu gut?

Wer bin ich denn und bin ich gut genug, meine Gedanken mit der Welt zu teilen?

Da war sie wieder, diese Selbstkritik die mich zurückhalten will. Ok, Dankeschön! Und mit dem Dank kommt die Energie zurück meinen Gedanken noch mehr Aufmerksamkeit zu schenken um mich selbst noch besser kennenzulernen.

Und dann war da wieder eine Antwort: JA!

Und dieses JA zu mir selbst und dazu, weiterzumachen und das Leben weiterhin zu lieben, war so klar wie nie zuvor.

Dann habe ich mir selbst gesagt: Handle so, wie Du es den Menschen um Dich herum auch wünschst.

Hör auf, Deine Energie an Dinge zu verschwenden, die Du nicht ändern kannst.

Tu, was Dich glücklich macht. Sei öfter mal Kind.

Geh spazieren, radfahren oder paddeln. Spiele, male, schreibe, backe, koche. Lege Dich in den Garten und lies ein paar gute Bücher. Zeit hast Du ja jetzt.

Und dann brichst Du endlich auf in dieses eine Projekt, das seit November 2019 in Deiner Schublade liegt und schon so lange in die Welt will.

Jetzt ist es soweit, ich erzähle Euch hier von meinem Herzensprojekt 2021.

Vorher brauchte es diese eine Entscheidung. Mein JA, ich mach das jetzt. Und vor allen Dingen, ich gehe damit raus. Danke an meine wundervollen Wegbegleiter für Geduld und gute Gedanken und die richtigen Schubser an der ein oder anderen Stelle.

Ich danke Euch für Eure Ermutigung und Euer Mitfühlen.

Mein Herzensprojekt 2021 trägt den Arbeitstitel "Personality Navi" (Abkürzung aus Personality Navigationssystem, was noch sperriger klingt). Es wird darum gehen, wie Du Dein Inneres Navigationssystem mit all seinen Möglichkeiten kennenlernen und nutzen kannst um zu einer besseren und intensiveren Beziehung zu Dir selbst zu gelangen.

Es wird mein erstes eigenes Coaching Programm sein und ich bin mir sicher, dass es viele Menschen „mutivieren“ und weiterbringen wird.

Das Programm ist eine unschlagbare Kombination aus Coaching und Personalityfotografie und wird sowohl online als auch persönlich stattfinden.

Es wird einzeln buchbar sein und in Mini-Gruppen. Mini-Gruppen deshalb, weil die Vertrautheit der einzelnen Teilnehmer untereinander in solch einem Programm superwichtig ist. Ich freu mich schon so sehr und muss jetzt aufpassen, dass ich noch nicht zu viel verrate.

Ich bin dankbar für 2020, wenn auch nichts mehr jemals so sein wird wie Anfang 2020.

Ich glaube auch nicht an die vielzitierte „Neue Normalität“.

Aus meiner Sicht kann und wird es sie nicht geben, nicht in 3 Monaten und auch nicht in einem Jahr.

Weil wir uns verändert haben und an so manchen Herausforderungen und Veränderungen gewachsen sind. Ich glaube,es tut uns gut, weiterhin für Veränderungen offen zu bleiben, denn die Veränderung ist das einzige, was sicher ist.

Wie wir mit Veränderungen umgehen ist immer unsere eigene Entscheidung. Wir haben die Wahl, wie wir reagieren. Entweder mit Angst oder mit Neugierde und Liebe. Ich habe mich für letzteres entschieden.

In diesem Sinne: Herzlich willkommen 2021!

Ich wünsche uns allen, dass wir mit viel Liebe und einer guten Beziehung zu uns selbst zu einer besseren Welt beitragen können und ich glaube fest daran, dass wir die Welt zu einem besseren Ort machen werden, wenn wir mit offenem Herzen und leichtem Gepäck sowie den für uns persönlich besten Einstellungen in unserem persönlichen Navi weiterreisen.

 

Alles Liebe und gute Reise

Eure Doris

 

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Warum Lieblingsbilder keine Dateien sein können


Nein, früher war nicht alles besser, nicht ALLES;), Aber anders!
 Mit am gravierendsten hat sich das Leben der Fotos in unserer Gesellschaft verändert.
 Nicht nur, weil es immer immer mehr werden und das einzelne arme kleine Bild kaum noch Beachtung findet. Es gibt Motive, die fühlen sich zu Tausenden auf Online-Plattformen wohl. Sie haben dort Spaß und machen uns Spaß und unser 
Leben bunt. Sie erfreuen uns kurz und sind schnell wieder vergessen.
 Aber wie stressig ist das Leben unserer Lieblingsbilder geworden. 
Wirklich glücklich sind die doch nicht… 
Schauen wir uns das Leben so eines kleinen Bildes doch mal an: 
Sein Leben beginnt als Datensatz und alleine diese Tatsache schließt sein Ende schon mit ein, da heute kein Mensch weiss, wie 
lange dieser Datensatz leben wird, sprich lesbar sein wird. So startet das arme kleine digitale Bild in eine sehr ungewisse Zukunft
 und auf ein absehbares Ende hinzu. Es wird auf seinem Weg zu seinem unabwendbaren Ende mehr oder weniger oft angeschaut, 
je nachdem, wie schön es ist. Je schöner es ist, desto mehr Leute wollen es sehen.
 Das kleine Bild.
 Es wird per email so oft hin und her geschickt, bis ihm ganz schlecht wird.
 Dann wird es auf sozialen Plattformen veröffentlicht und jeder kann es sehen. Doch sobald es jemandem begegnet, dem es nicht 
gefällt, wird es einfach weggewischt. Das arme kleine Bild! 
Es fristet sein Dasein auf dunklen Festplatten. Wenn es Pech hat, sogar auf einer externen Festplatte, die irgendwann extra
 angeschafft wurde und dann aber vom Menschen verlegt oder versehentlich gelöscht wurde… Du armes kleines Bild, Dein Leben ist echt trist geworden.
 Deine ganze Hoffnung und Daseinsberechtigung liegt bei den Menschen, die Dich wirklich zu schätzen wissen, die sich an Dir freuen, weil besondere Momente auf Dir festgehalten sind, weil zum Beispiel die ganze Familie drauf ist
 (auf Dir kleinem wertvollen Bild…) Du wartest ständig auf einen Auftritt und darauf, dass Dir endlich irgendjemand etwas mehr Beachtung schenkt…
 Dann kommt er endlich! Dein Moment! Der Sonntag Nachmittag. Omi kommt zu Besuch und möchte Dich sehen…
 Du freust Dich schon, Deine ganze Pracht endlich mal auf einem Riesenbildschirm zu entfalten, auf dem alle Deine Pixel so herrlich
 strahlen. Alle sitzen auf dem Sofa und erwarten Dich, Dich kleines Bild und Deine Freunde, die anderen schönen digitalen
 Bildchen. Und dann hörst Du sie nur sagen: Der USB Stick muss kaputt sein, ich weiß genau,
 dass sie da drauf waren…
 Und Du, als armes kleines Bild auf dem USB Stick hörst noch alles mit. Du bist tatsächlich auf diesem Stick, aber Du kannst Dich
 nicht bemerkbar machen. Du bist nicht mehr lesbar…..was für ein Gefühl das ist… wie eine OP, bei der die Narkose nicht wirkt,
 oder wie lebendig begraben in einem Sarg, der nicht mehr aufgeht. Wie sehr hättest Du Dir gewünscht für immer einen Platz in der Familie gefunden zu haben, die Du einst so erfreut hast. Wie schön, wenn Du unsterblich wärest als wunderschönes Wandbild oder in einem tollen Familienalbum...


Armes kleines Bild…



In Liebe zur Fotografie


Eure Doris

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